Liebenswürdigkeit

Eine nette, aufmerksame oder hilfsbereite Handlung.Liebenswürdigkeit kostet nichts und hat die Fähigkeit diese Welt ein wenig glücklicher zu machen, ganz egal ob am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld. Also wenn du das nächste die Wahl hast, möchte ich dich dazu ermutigen, Güte walten zu lassen und Liebenswürdigkeit einzusetzen.

  1. Ein einfaches Lächeln für jemanden, der einen schlechten Tag hat – und davon haben wir alle mal einen – kann Wunder bewirken. Du machst damit nicht nur deine Umgebung glücklicher. Studien haben bewiesen, dass regelmäßiges Lachen und sogar Lächeln dich selbst ebenfalls mit einer besseren Laune versorgt.
  2. Wie kennen das alle: der Weg zur Arbeit im Berufsverkehr. Das kann ganz gewaltig an die Nerven gehen, besonders, wenn man dann auch noch ein wenig später loskommt als geplant. Allerdings lässt sich durch die schlechte Laune der Weg zur Arbeit nicht beschleunigen. Also anstatt dir selbst diese schlechte Laune jeden Tag zuzumuten, warum nicht einfach loslassen und akzeptieren? Du tust dir selbst damit etwas Gutes! Und im Zuge dessen auch deinem Umfeld! Denn Freundlichkeit im Berufsverkehr begegnet einem nicht so häufig und so hast du auch hier die Möglichkeit dein Umfeld positiv zu beeinflussen. Glaub mir, jemand wird dir sehr dankbar sein!
  3. Wenn du morgens noch beim Bäcker einen Stop einlegst, um dir Frühstück zu besorgen, bringe deinen Kollegen eine Kleinigkeit mit! Das muss nicht jeden Tag sein – denn sobald etwas zur Gewohnheit wird, schätzt man es gleich auch nicht mehr so – aber hin und wieder kann man seinen Kollegen durch diese einfache Geste ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und jetzt, wo Weihnachten fast vor der Tür steht, freut sich jeder über selbst gebackene Kekse oder den Schoko-Nikolaus!
  4. Eine andere, etwas unkonventionelle Art und Weise einem Kollegen eine Freude zu machen ist eine anonyme PostIt Nachricht, die ihm oder ihr einen schönen Tag wünscht oder in der man sich für die Unterstützung bedankt, die man regelmäßig erhält. Das kann man natürlich auch jederzeit persönlich machen, aber so eine kleine unerwartete Nachricht am Arbeitsplatz ist doch eine schöne Abwechslung.
  5. Fehler passieren. Sie passieren uns selbst ganz häufig und sie werden auch deinen Kollegen immer wieder passieren. Damit sich Menschen in einem Team wohl fühlen, müssen sie wissen, dass Fehler erlaubt und halb so wild sind. Es gilt sie daran zu erinnern, dass das menschlich ist und dass das Team da ist, um die Konsequenzen mit aufzufangen. Wachstum kann nur durch Fehler stattfinden. Also sei gut zu anderen, wenn sie passieren, aber vergiss nicht, auch gütig mit dir selbst umzugehen, wenn du einen Fehler machst.
  6. Haben wir nicht alle den ein oder anderen Kollegen, der uns so richtig auf die Palme bringt? Ein Aufeinandertreffen und die Zusammenarbeit zieht Energie, ist frustrierend und demotivierend. An der Stelle erscheint es äußerst schwierig einen Schritt zurück zu tun und das ganze objektiv zu betrachten. Um Güte walten lassen zu können ist wichtig zu verstehen, dass wir uns alle auf einer anderen Reise befinden. Aufgrund dessen sind wir alle unterschiedlich und mit Sicherheit gibt es einen Grund warum sich der Kollege so verhält. Liebenswürdigkeit versucht an der Stelle, anstatt zu urteilen und genervt zu sein, zu verstehen. Probier es in der nächsten Situation doch mal aus!
  7. Ein ganz einfacher Nettigkeit ist es, die Türen eines Aufzuges für jemanden, der nach kommt, offen zu halten. Leider wird das auch immer mehr zu einer Seltenheit, da jeder in Eile und so sehr mit sich selbst beschäftigt ist, dass selbst diese paar Sekunden als Zeitverschwendung angesehen werden. Aber was sind schon ein paar Sekunden, wenn man dafür ein Lachen und ein Danke erhält?
  8. Eine andere, einfache Variante den Kollegen ein Lächeln zu entlocken sind Komplimente. Viel zu selten werden diese heute, insbesondere unter Frauen, benutzt. Dabei habe persönlich es immer als das größte Kompliment empfunden, wen so etwas von einer Frau kam! Also wenn du etwas an deinen Kollegen bemerkst, das dir gefällt, dann sag es frei heraus!
  9. Biete deine Hilfe an und das nicht nur bei Aufgaben, die du gerne machst. Unterstütze deine Kollegen und lass sie wissen, dass sie in ihrer Anstrengung nicht alleine sind. Und dieses Verhalten hat nicht nur Vorteile für den Kollegen, der die Hilfe erhält! Zum einen weißt du, dass du, solltest de es mal benötigen, auch immer Hilfe bekommen wirst. Und zum anderen haben Studien bewiesen, dass es dich selbst glücklich macht, wenn du anderen Menschen helfen kannst. Dazu gehört auch dein Wissen zu teilen, andere anzulernen, ganz ohne Angst, dass sie irgendwann besser werden als du. Du hast deine ganz eigenen und einzigartigen Stärken!
  10. Es gibt Menschen, die macht ihre Arbeit sehr glücklich und es gibt andere, die manchmal ein wenig länger brauchen. Diese Menschen machen häufiger Überstunden. Dann wiederum gibt es andere, die schneller und produktiver arbeiten oder sie priorisieren ihr Privatleben. Diese Kollegen machen wahrscheinlich nur selten Überstunden. Egal, wie viel deine Kollegen arbeiten, urteile nicht. Du kennst weder die Beweggründe oder Prioritäten, noch weißt du wie produktiv sie sind oder was sie eventuell von zu Hause aus erledigen. Wir können alle ganz frei entscheiden, wie viele Überstunden wir machen oder auch nicht.

Liebenswürdigkeit, insbesondere am Arbeitsplatz wird leider auch eine immer seltenere Tugend. Wir sind alle zu beschäftigt und unter zu großem Zeitdruck, als dass wir noch Zeit dafür aufbringen könnten. Dennoch denke ich, dass wie dies priorisieren sollten, das es das Arbeitsumfeld positiv beeinflusst und Menschen glücklich macht. Sowohl die Nehmer als auch die Geber! Und denk dabei nur an die ausbreitende Wirkung, die nur eine liebenswürdige Tat hat! Also lasst uns gemeinsam diese Welt ein wenig glücklicher machen!


Foto von Laura Olsen auf Unsplash

Posted by:Nina Vossschulte