Meditation hat eine Reihe nachgewiesener Vorteile, die einigen sicherlich bekannt sind:

  • Meditation hilft bei Stressbewältigung
  • Es kann auch dabei helfen die Symptomatiken rund um Angst abzuschwächen
  • Menschen, die Meditieren erleben vermehrt Erfüllung in ihren Beziehungen
  • Meditation trainiert das Gedächtnis, so dass visuelle Eindrücke besser und schneller verarbeitet werden können
  • Menschen, die regelmäßig meditieren, fällt es leichter nachts einzuschlafen

Ich habe mich auch schon in Meditation versucht. Viele sehr erfolgreiche Menschen machen es und schwören darauf. Darüber hinaus sprechen die nachgewiesen Vorteile (und ich habe nur einige wenige erwähnt) für sich. Dennoch habe ich nie wirklich den Zugang zur Meditation gefunden. Daher bin ich stets auf der Suche nach achtsamen Alternativen, die ich in mein Leben einbinden kann, die ähnlich nachgewiesene Vorteile haben. Und da Lesen zu einer meiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen gehört und ich kürzlich gelernt habe, dass das Lesen eines Buches, das Eintauchen in eine Geschichte oder Zeit der Selbstreflexion mit einem Sachbuch mit Meditation gleichzusetzen ist, möchte ich dies heute mit dir teilen.

Meditation ist eine tolle Sache und wenn du dich damit identifizieren kannst oder es ausprobieren magst, super! Go for it!
Alternativ möchte ich dir heute gerne 7 Vorteile des Lesens aufzeigen, die denen der Meditation sehr ähnlich sind:

  1. Der Neurowissenschaftler David Lewis von der University of Sussex hat herausgefunden, dass nach nur 6 Minuten Lesen die Stresslevel eines Menschen bereit deutlich verringert sind! Wenn man regelmäßig liest, wird es nicht mehr als Anstrengung empfunden, was der Grund dafür ist, dass Entspannung nach nur 6 Minuten einsetzen kann. Der Mensch kann über lange Zeitspannen lesen ohne dabei müde zu werden oder, wenn nur selten, eine Pause zu brauchen. Bücher haben mich immer auf meinen Reisen stets begleitet, egal ob professioneller oder privater Natur, weil sie mich entspannen, mir dabei helfen mich auf etwas anderes als meinen stressigen Alltag zu fokussieren und mich in den jetzigen Moment zurückholen.
  2. Wir leben alle in der Regel nur ein Leben. Bücher ermöglichen es uns jedoch die Weisheiten von tausenden von Leben zu erlangen. Wenn man sich Zeit für das Lesen nimmt, so verbringt man diese Zeit in einem meditativen Zustand mit den Weisheiten und Einsichten von und Informationen über eine bestimmt Person. Die neuen Einsichten, die wir durch ein Buch erlangen können, das uns berührt hat, ermutigen uns dazu unser Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten, oder unterstützt uns dabei Probleme in unserem Alltag zu bewältigen, da Selbstreflexion ganz häufig eine willkommene Konsequenz eines neuen Blickwinkels ist. Bücher lassen uns eine neue Welt betreten und wir entwickeln ganz oft eine besondere und mitfühlende Bindung zum Protagonisten einer Geschichte. Diese Bindung kann uns in schwierigen Lebenssituationen, die wir durchleben, sowohl Halt, aber auch einen Sinn geben.
  3. Das Lesen versetzt dich in einen meditativen Zustand. In diesem Zustand lauschst du den Gedanken einer vielleicht weisen, vielleicht gebildeten Person, einem Vorreiter auf ihrem Gebiet, die diese zu Papier gebracht hat. Je mehr wir lesen und Zeit mit Büchern verbringen, umso achtsamer sind wir. Das Lesen ermöglicht es uns Ungeduld, Unruhe und den Hang sich leicht ablenken zu lassen, zu verbessern. Und das sind nur einige wenige Dinge, die dir das Lesen ermöglicht. Du kannst dadurch deine Beziehungen verbessern, du bist fokussierter, geduldiger, aber auch mitfühlender mit dir selbst und den Menschen in deiner Umgebung.
  4. Lesen ist ein Upgrade für deinen Kopf, für deinen Verstand. Also warum diese besondere Form der Magie, sie sowohl deinen Verstand, aber auch dein Gedächtnis verbessert und es dir ermöglicht Informationen kompetenter zu verarbeiten, nicht täglich in dein Leben rufen, wenn sie dir Vorteile auf Lebensdauer bietet? Je mehr du liest, umso schneller wirst du, da du Informationen besser verarbeiten kannst. Du wird auch in der Lage sein, dich besser zu artikulieren, da du deinen Wortschatz regelmäßig erweiterst. Und durch Selbstreflexion wirst du achtsamer in deiner Kommunikation.
  5. Erlebe es ganz neu Zeit mir dir selbst zu verbringen und ganz alleine und ganz ruhig an einem Platz zu sitzen. Wenn wir uns selbst den Raum und die Zeit zum Lesen geben, dann über das Gelesene zu reflektieren und uns die Erlaubnis geben der Reflexion auch Weiterentwicklung folgen zu lassen und das Gelernte umzusetzen, dann tun wir uns selbst einen großen Gefallen. Und auch wenn wir während des Lesens nur leise auf einer Stelle sitzen, so kann es unsere Perspektive ändern, es lässt uns unsere Werte überdenken und beeinflusst unser Tun.
  6. Der Forscher Victor Nell von der University of South Africa vergleicht das Lesen mit dem Zustand, den Kinder beim Spielen erleben. Wenn du liest, weil es dir Freude macht, dann begibst du dich in einen sogenannten Flowzustand, in dem man sowohl entspannt aber auch aufmerksam ist. In diesem Moment hat das Lesen die gleichen positiven Nebenwirkungen wie zum Beispiel Atemübungen oder eine kurze Meditation.
  7. Und zuletzt helfen Bücher abends beim Einschlafen. Neben regulären Bücher sind eReaders sind die einzigen Geräte, die im Schlafzimmer erlaubt sind, da sie ein für die Augen sehr angenehmes und warmes Licht abgeben. Und es gibt doch keine schönere Art und Weise in den Schlaf zu finden als mit einem guten Buch!

Ich habe mir schon die nächste Geschichte ausgesucht, in der ich mich verlieren werde. Wie sieht es bei dir aus?Und wenn Lesen nichts für dich ist, dann werde kreativ! Für mich sind es über das Lesen hinaus auch noch Atemübungen, die mich beruhigen und in den aktuellen Moment zurückbringen. Zudem bin ich beim Duschen sehr achtsam und im Moment, ganz bei mir und genieße die Düfte und das warme Wasser auf meiner Haut. Ich glaube, dass es viele Möglichkeiten gibt, die nachgewiesenen Vorteile der Meditation auch durch andere Dinge in deinen Alltag einzubinden. Du musst nur herausfinden, was es für dich ist!


Foto von Adrienne Andersen auf Pexels

Posted by:Nina Vossschulte