Hast du das Buch von Gretchen Rubin über Gewohnheiten gelesen?

Falls nicht und du möchtest etwas mehr über Gewohnheiten lernen und wie man diese formt, dann ist es das Buch auf jeden Fall wert, einige Stunden damit zu verbringen:

Erfinde dich neu (kein Affiliate Link) von Gretchen Rubin

Wusstest du, dass wir 40% unseres Verhaltens jeden einzelnen Tag aufs Neue wiederholen? Dein Leben wird also sehr von deinen Gewohnheiten beeinflusst. Veränderst du deine Gewohnheiten, so kannst du dein Leben verändern! Das heißt wir haben es alle in der Hand unser Leben, durch unsere Gewohnheiten, auch ein wenig glücklicher zu gestalten.
So wie es auch bei Happiness der Fall ist, gibt es bei den Gewohnheiten keine Einheitsgröße. Dazu sind wir alle viel zu unterschiedlich. Daher ist es umso wichtiger sich selbst zu kennen und zu verstehen, um die richtigen Strategien zu wählen, die dich dabei unterstützen, positive Gewohnheiten in dein Alltag zu integrieren.


Der Vorteile von Gewohnheiten

Jede Entscheidung, die du tagtäglich triffst, raubt Energie. Stell dir vor, dass du jeden Morgen mit einem vollen Bankkonto an Entscheidungsenergie wach wirst. Diese kannst du den Tag über nach Bedarf verbrauchen. Und das fängt gleich morgens damit an, etwas passendes zum Anziehen zu finden. Alle diese Entscheidungen, egal wie klein, kosten Energie. Wenn du hingegen Dinge aus Gewohnheit tust, wie z.B. das morgendlich Zähne putzen, dann ist das keine Entscheidung, die du jeden Morgen triffst, sondern etwas, das du einfach machst. Gleiches gilt auch für Gewohnheiten wie eine gesunde Ernährung oder Sport zu treiben. Sobald diese Dinge zur Gewohnheiten werden, ist keine Selbstkontrolle und Disziplin mehr nötig (oder nur in geringem Umfang), um diese einzuhalten. Daher können dir deine Gewohnheiten dabei helfen, deinen Speicher an Entscheidungsenergie für die wichtigen Dinge im Leben voll zu halten. Gewohnheiten schaffen dir Zeit und Kapazitäten, um dich um neue oder dringliche Dinge zu kümmern. Das Leben kann dadurch leichter, gar einfacher werden, wenn wir uns nicht um jede einzelne Entscheidung bemühen müssen.

Unsere Entscheidungskraft können wir also zu jeder Zeit dazu nutzen, eine Gewohnheit zu finden und mit dieser zu starten. Und dann, sobald etwas neues zu einer Gewohnheit geworden ist, passiert die Magie. Wir können das Steuer abgeben und die außergewöhnliche Macht der Gewohnheit walten lassen. Wir sind nicht mehr die Fahrerin (oder der Fahrer), unsere Willenskraft muss kein Gas mehr geben, sondern wir können getrost den Autopilot übernehmen lassen.

Wann Gewohnheiten zum Nachteil werden können

Jedoch ist auch eine gewisse Vorsicht geboten. Was nämlich passieren kann, wenn du zu sehr im Gewohnheits-Modus steckst, das nennt sich Routine. Und wie das mit der Routine nun mal so ist, kann diese schnell langweilig werden. Routinen können auch dazu führen, dass du Dinge, die du tust, nicht mehr richtig wahrnimmst, da du sie ja quasi im Schlaf machst. Das soll natürlich nicht passieren! Wie alles im Leben, sollte hier die Balance stimmen! Denn am Ende findest du deine Happiness in der richtigen Balance! Das bedeutet auch, dass es mal sein kann, dass du die ein oder andere Gewohnheit für einen Tag aussetzt. Das ist nicht weiter schlimm, wenn es danach wieder, wie gewohnt, weiter geht!


Du baust ein glückliches Leben auf der Basis dessen auf, wer du als Mensch bist. Deine Gewohnheiten sind also dein Leben.

Es gibt 7 Bereiche, in die wir die meisten positiven Gewohnheiten einordnen können:

  1. Ernährung z.B. genug trinken und gesund essen, die Zuckerzufuhr verringern, mehr Gemüse essen, weniger Alkohol trinken, usw.
  2. Bewegung z.B. mehr natürliche Bewegung im Alltag, regelmäßige Sporteinheiten, usw.
  3. Geld z.B. regelmäßig sparen, Schulden abbezahlen, vernünftiges Ausgeben, spenden, sich an das festgelegte Budget halten, usw.
  4. Entspannung z.B. den Moment genießen, kein TV im Bett, das Mobiltelefon ausmachen, Stille pflegen, genug Schlaf bekommen, weniger Zeit im Auto verbringen, usw.
  5. Wachstum z.B. ein Instrument spielen lernen, etwas ohne Unterbrechungen zu Ende bringen, eine neue Sprache lernen, usw.
  6. Vereinfachen z.B. den Haushalt oder den Schreibtisch übersichtlicher gestalten, eine regelmäßige Ablage, die Wohnung aufräumen ode
    r nicht erst unübersichtlich werden lassen, die Schlüssel immer an den gleichen Platz legen, jeden Morgen das Bett machen, die eigene Zeit oder Meetings besser organisieren, Recycling, usw.
  7. Beziehungen z.B. tiefere Beziehungen eingehen und pflegen, sowohl mit anderen Menschen, aber auch mit der Welt und dir selbst: rufe einen Freund an, engagiere dich sozial, mehr Sex haben, mehr Zeit mit der Familie verbringen, usw.

Und zuletzt, damit du mehr über dich und deinen Umgang mit Gewohnheiten lernst, kannst du hier den Test von Gretchen Rubin machen:

Dieser teilt Menschen in 4 Kategorien ein:

  1. Der Verteidiger (Upholder) reagiert gleichermaßen auf inner und äußere Erwartungen.
  2. Der Hinterfrager (Questioner) hinterfragt alle Erwartungen und wird diese nur erfüllen, wenn er dies als gerechtfertigt ansieht.
  3. Der sich verpflichtet Fühlende (Obliger) reagiert bereitwillig auf äußere Erwartungen, aber muss darum kämpfen den eigene Erwartungen zu erfüllen. Der sich verpflichtet Fühlende kann leichter Dinge für andere machen. Wenn es um ihn selbst geht, ist es wichtig, das er in die Verantwortung genommen wird.
  4. Der Rebell (Rebel) widersetzt sich allen Erwartungen, egal ob diese von außen oder von ihm selbst kommen.

In was für eine Kategorie fällst du? Rate doch mal und mache dann den Test! Und lass mich gerne wissen, was dabei raus kommt!


Wähle deine Gewohnheiten achtsam aus und nutze diese dazu mehr Gelassenheit in dein Leben zu bringen, für mehr frei verfügbare Energie auf deinem Entscheidungskonto und nicht zuletzt auch Wachstum.

Wann legst du los?

Posted by:Nina Vossschulte