Die Macht der Gewohnheit

Zum Thema Gewohnheiten hat Gretchen Rubin den Four Tendencies Test entwickelt, der Menschen in 4 Kategorien einteilt:

Der Verteidiger (Upholder)
…reagiert gleichermaßen auf innere und äußere Erwartungen.

Der Hinterfrager (Questioner)
…hinterfragt alle Erwartungen und wird diese nur erfüllen, wenn er dies als gerechtfertigt ansieht.

Der sich verpflichtet Fühlende (Obliger)
…reagiert bereitwillig auf äußere Erwartungen, aber muss darum kämpfen die eigene Erwartungen zu erfüllen. Der sich verpflichtet Fühlende kann leichter Dinge für andere machen. Wenn es um ihn selbst geht, ist es wichtig, dass er in die Verantwortung genommen wird.

Der Rebell (Rebel)
…widersetzt sich allen Erwartungen, egal ob diese von außen oder von ihm selbst kommen.

  1. In welche dieser Kategorien fällst Du aus Deiner Sicht?
  2. Mache den kostenlosen Test von Gretchen Rubin, das Four Tendencies Quiz, und notiere Dir Dein Ergebnis.

„Deine Gewohnheiten sind Dein Leben.“

Gretchen Rubin

Es gibt 7 Bereiche, in die wir die meisten positiven Gewohnheiten einordnen können:

Ernährung
z.B. genug trinken und gesund essen, die Zuckerzufuhr verringern, mehr Gemüse essen, weniger Alkohol trinken, usw.

Bewegung
z.B. mehr natürliche Bewegung im Alltag, regelmäßige Sporteinheiten, eine neue Sportart lernen oder zum Hobby machen, usw.

Geld
z.B. regelmäßig sparen, Schulden abbezahlen, vernünftiges Ausgeben, spenden, sich an das festgelegte Budget halten, usw.

Entspannung
z.B. den Moment genießen, kein TV im Bett, das Mobiltelefon ausmachen, Stille pflegen, genug Schlaf bekommen, weniger Zeit im Auto verbringen, usw.

Wachstum
z.B. ein Instrument spielen lernen, etwas ohne Unterbrechungen zu Ende bringen, eine neue Sprache lernen, eine Weiterbildung machen, usw.

Vereinfachen
z.B. den Haushalt oder den Schreibtisch übersichtlicher gestalten, eine regelmäßige Ablage, die Wohnung aufräumen oder nicht erst unübersichtlich werden lassen, die Schlüssel immer an den gleichen Platz legen, jeden Morgen das Bett machen, die eigene Zeit oder Meetings besser organisieren,  Recycling, usw.

Beziehungen
z.B. tiefere Beziehungen eingehen und pflegen, sowohl mit anderen Menschen, aber auch mit der Welt und Dir selbst: einen langjährigen Freund anrufen, engagiere Dich sozial, mehr Sex haben, mehr Zeit mit der Familie verbringen, usw.

Im nächsten Schritt notierst Du Dir je Bereich welche schlechten Gewohnheiten Du gerne ablegen und welche neuen, positiven Gewohnheiten Du gerne in Dein Leben integrieren möchtest. 
Für einen Denkanstoß, schau Dir die Punkte an, die Du bereits zu Deiner Grundstimmung notiert hast.

Wenn es Bereiche gibt, die Dir nicht so wichtig sind oder in welchen Du bereits gut unterwegs bist, dann kannst Du diese Bereich erst einmal auslassen. So kann es auch sein, dass Du in einem Bereich aus Deiner Sicht keine schlechten Gewohnheiten hast. Das ist in Ordnung! In dem Fall beobachte Deine Gewohnheiten in den Bereichen über die nächsten Wochen einfach mal genauer. 

Sei jedoch ganz ehrlich zu Dir selbst! Denn manchmal schreiben wir hier Dinge auf, weil sie sich toll anhören oder weil sie alle machen, wie z.B. die tägliche Meditation. Wenn diese jedoch nichts für Dich ist, dann gibt es auch andere Entspannungsmethoden! Das gilt es herauszufinden. Wichtig ist, dass diese Gewohnheiten Deine Werte widerspiegeln, die Du Dir im nächsten Schritt erarbeiten wirst.

Für den Moment suche Dir bitte eine schlechte Gewohnheit aus, die Du ablegen möchtest (z.B. Zucker weglassen, weil Du zu viel Süßes ißt) und eine neue, positive Gewohnheit, die Du gerne in Dein Leben integrieren möchtest (z.B. jeden Tag eine Sache im eigenen Haushalt ausmisten).

Halte diese beiden Dinge fest und verfolge über die nächsten 28 Tage (der Zeitraum, in welchem Du eine Gewohnheit festigst), ob Du Dich jeden Tag an Dein Vorhaben hältst.

Du musst nicht beide Dinge (das Ablegen und neu Aufnehmen einer Gewohnheit) gleichzeitig machen, sondern kannst mit einer anfangen, es 28 Tage durchziehen und dann mit der nächsten starten.

Wenn Du 28 Tage erfolgreich warst, wie hat sich das Ablegen/Integrieren dieser Gewohnheit für Dich angefühlt? Was gab es für positive Veränderungen in Deinem Leben?

Alle anderen Gewohnheiten, die für den Moment nicht im Fokus sind, kannst Du Dir für Deinen Happiness Projektplan aufheben.


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Photo by Emma Matthews Digital Content Production on Unsplash

Posted by:Nina Vossschulte

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